Die Pisa-Studie, durchgeführt von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), ist eine der bedeutendsten internationalen Schulleistungsstudien. Sie bewertet die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Die Ergebnisse der Pisa-Studie 2022 zeigen, dass die Schweizer Jugendlichen insgesamt sehr gut abgeschnitten haben.
Lesen: Ein Bereich mit Potenzial
Beim Lesen erreichten die Schweizer Schülerinnen und Schüler durchschnittlich 483 Punkte, was ebenfalls über dem OECD-Durchschnitt von 476 Punkten liegt. Allerdings gibt es hier noch Verbesserungspotenzial. Der Anteil der leistungsschwachen Jugendlichen beträgt 25 %, während nur 9 % als leistungsstark gelten. Dies zeigt, dass es wichtig ist, den Fokus verstärkt auf die Leseförderung zu legen.
Lesen und Schreiben sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig auf vielfältige Weise. Hier sind einige wichtige Zusammenhänge:
1. Sprachentwicklung
Wortschatz: Durch das Lesen erweitern Kinder ihren Wortschatz, was ihnen beim Schreiben hilft, präzisere und vielfältigere Ausdrücke zu verwenden.
Grammatik und Satzbau: Beim Lesen lernen Kinder grammatikalische Strukturen und Satzbau, die sie dann beim Schreiben anwenden können.
2. Kognitive Fähigkeiten
Verständnis und Analyse: Lesen fördert das Textverständnis und die Fähigkeit, Informationen zu analysieren und zu interpretieren. Diese Fähigkeiten sind auch beim Schreiben wichtig, um klare und kohärente Texte zu verfassen.
Kritisches Denken: Durch das Lesen verschiedener Texte entwickeln Kinder kritisches Denken, das ihnen hilft, eigene Ideen zu formulieren und zu argumentieren.
Inspiration: Lesen inspiriert Kinder und regt ihre Fantasie an. Sie können Ideen und Stile aus gelesenen Texten in ihre eigenen Schreibprojekte einfliessen lassen.
Erzähltechniken: Kinder lernen durch das Lesen verschiedene Erzähltechniken und Stilmittel kennen, die sie beim Schreiben kreativ einsetzen können.
3. Motivation und Interesse
Lesefreude: Kinder, die gerne lesen, entwickeln oft auch eine Freude am Schreiben, da sie ihre eigenen Geschichten und Gedanken zu Papier bringen möchten.
Selbstvertrauen: Erfolgserlebnisse beim Lesen können das Selbstvertrauen stärken und die Motivation erhöhen, sich auch im Schreiben zu verbessern.
4. Praktische Anwendung
Rechtschreibung und Zeichensetzung: Durch das Lesen von Texten lernen Kinder die korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung, die sie beim Schreiben anwenden können. Textstruktur: Lesen hilft Kindern, ein Gefühl für die Struktur von Texten zu entwickeln, was ihnen beim Verfassen eigener Texte zugutekommt.
5. Kurs bei Manuela’s-Lernwelt besuchen
Manuela’s-Lernwelt bietet jeden Herbst und auch im Februar diverse Module an, um den Wortschatz zu erweitern, Rechtschreibung zu repetieren, Grammatik zu vertiefen und diverse Module um Texte zu verfassen.
Fazit: Lesen und Schreiben sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie ergänzen sich und fördern gemeinsam die sprachliche und kognitive Entwicklung von Kindern. Es ist entscheidend, dass weiterhin Massnahmen ergreifen werden, um die Lese- und Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken und somit ihre Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft zu erhöhen.